Am Donnerstag startete der Dokumentarfilm Sharkwater in einigen (leider zu wenigen) deutschen Kinos. Regisseur ist der Tauchlehrer und Meeresbiologe Rob Stewart. Er hatte ursprünglich einen schön fotografierten Film über Haie im Sinn, während der Dreharbeiten kam er jedoch Industriellen in die Quere, die ihr Geld mit Haifischflossen verdienen, und so wurde aus dem Film ein Real-Life-Thriller, der Regisseur und Crew oft in tödliche Gefahr brachte. (Hier ein Interview mit dem Regisseur)
Grundanliegen des Films ist es, das allgemeine Image von Haien als grausame
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Aber warum haben Haie eigentlich dieses Image? Als erstes fallen den meisten da wohl Steven Spielbergs "Jaws" (Der weiße Hai)** und Filme wie den oben genannten ein. Und sicherlich ist der Hai in solchen Filmen nicht zuletzt aus dramaturgischen Gründen auf das möglichst pure Böse, den schwimmenden Sensenmann, reduziert. Aber es ist vielerlei Hinsicht auch die Auswirkung eines evolutionistischen Weltbilds, das immer wieder die monströse, unbarmherzige Seite der Natur betont, das 'Fressen und gefressen werden'. Dass ein millionen-Jahre-altes Erfolgsmodell dieses ewigen Kriegs der Natur dem Menschen seinen Spitzenplatz in der Nahrungskette streitig macht, passt da nur zu gut ins Bild.
* Auch Piranhas sind wesentlich weniger aggressiv als es im Bondfilm "Man lebt nur zweimal" angedeutet wird.
** Wenn ein Tier wie der Hai, das noch lebt und erforscht werden kann, so falsch dargestellt wird, dann kann man sich auch ungefähr ausrechnen, wie realistisch die blutrünstigen Saurier in Jurassic Park sind.
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