Mittwoch, 20. Oktober 2010

Zunahme von Krebs in der Neuzeit?

Laut einer Studie von Rosalie David und Michael R. Zimmerman ist Krebs erst seit circa 200 Jahren zu einer Haupttodesursache für Menschen geworden. (siehe auch hier oder hier) Im Zuge dieser Studie wurden vor allem Mumien und fossile Knochen auf Hinweise auf Tumoren untersucht, aber auch umfangreiche historische medizinische Aufzeichnungen. Eine mögliche Schlußfolgerung daraus wäre, dass Krebs eine Begleiterscheinung gewisser Aspekte der Zivilisation ist, wie Ernährung oder Umweltverschmutzung. Ersteres liegt auch insofern als Erklärung nahe, dass auch bei Bewohnern bestimmter Regionen weniger Krebserkrankungen vorkommen, wie beispielsweise Okinawa. Da Krebs vermutlich durch Kopierfehler in den entsprechenden Zellen entsteht, oft auch durch angeborene Mutationen, wäre eine andere Schlußfolgerung eine allgemeine zunehmende Anhäufung von ebensolchen Kopierfehlern im Lauf der Menschheitsgeschichte.

Kommentare:

Martin Funke hat gesagt…

In dem Zusammenhang vielleicht auch interessant: "Fruchtbarkeit von Männern deutlich gesunken"

http://www.morgenpost.de/familie/article1429062/Fruchtbarkeit-von-Maennern-seit-1960-deutlich-gesunken.html

"So sei in den Industriestaaten vor allem bei jungen Männern die Spermiendichte in den vergangenen 50 Jahren deutlich zurückgegangen, erläuterte der Reproduktionsmediziner Stefan Schlatt von der Universität Münster. Auch das Niveau des Testosterons sinke."

Martin Funke hat gesagt…

Ebenfalls passend dazu ist auch folgende Studie:

http://www.pnas.org/content/107/3/961.full.pdf+html