... lebende Fossilien:
Eine 360 Millionen Jahre alte Versteinerung einer Garnele zeigt, dass sich die Tiere bis heute kaum verändert haben.
Und obwohl sie sich kaum entwickelt hat, bietet das Fossil gemäß dem obligatorischen Kommentar natürlich einen wertvollen Einblick in die Entwicklungsgeschichte dieser Tiere...
Welt online: Die älteste Garnele der Welt stammt aus Oklahoma
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Donnerstag, 11. November 2010
Samstag, 16. Oktober 2010
vorübergehend ausgestorben
Darwinsche Evolution wird oft und gern als Naturgesetz bezeichnet, der alle fortpflanzungsfähigen Wesen ständig unterworfen sind, sobald sie - irgendwie - ins Dasein gekommen sind. Etwas weniger gut in dieses Bild passen Arten, die sich seit erdenklichen Zeiten praktisch nicht verändert haben, oder sogar seit Millionen von Jahren nicht mehr im Fossilbericht auftauchten und deshalb als ausgestorben galten, wie sogenannte Lazarus-Taxa.
Entsprechend ratlos war man, als man 1938 den Quastenflosser entdecke, der sich vor rund 70 Millionen Jahren aus dem Fossilbericht verabschiedet hatte. James Smith, der den 1938 vor Südafrika gefangenen Fisch als Quastenflosser erkannte, schrieb beispielsweise: „Ich wäre kaum erstaunter gewesen, wenn ich auf der Straße einem Dinosaurier begegnet wäre“. Horace Ship widmete dem Quastenflosser ein kleines Gedicht:
Der Fisch blieb in der öffentlichen Wahrnehmung tatsächlich "a monster and a myth". 1958 diente er beispielsweise als Aufhänger für einen der typischen Monster-Horrorfilme dieser Dekade: Monster on the Campus, auf deutsch Der Schrecken schleicht durch die Nacht. Dort haben die Zellen des Fisches, die der "Kraft der Evolution" trotzen konnten, auf andere Lebewesen eine rückbildende Wirkung.
Die Liste vermeintlich ausgestorbener Tiere und Pflanzen ist recht lang, darunter der Urwelt-Mammutbaum (seit der Kreidezeit nicht mehr nachweisbar, 1941 wiederentdeckt), der Glanzsittich, kanarische Rieseneidechsen, das Chaco-Pekari oder die neuseeländische Takahe-Ralle. Während man diese Evolutions-Verweigerer Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts noch als arme und träge Verwandte sah, an denen der allgemeine Fortschritt vorübergegangen war, werden sie heutzutage oft als "Erfolgsmodelle" der Evolution bezeichnet; sie wurden praktisch von Problemfällen zu Helden der Evolution um-interpretiert.
Interessant dabei ist auch, dass fast alle diese "wiederauferstandenen" Lebewesen der jeweiligen einheimischen Bevölkerung schon lange gut bekannt waren, wie bereits der Vater Kryptozoologie, Bernard Heuvelmans, bemerkte. (Der Quastenflosser war beispielsweise als Speisefisch bekannt, während man seine Schuppen zum Schmiergeln verwendete) Interessant insofern, dass es auch heute noch Wesen gibt, die detailiert von Einheimischen beschrieben werden, jedoch noch nicht wissenschaftlich erfasst wurden, darunter auch spektakuläre Tiere wie der afrikanische "Mokele-mbembe". Wenn der Quastenflosser und andere den Kreide/Tertiär-Impact gut überstanden haben, warum dann nicht auch soetwas...
Entsprechend ratlos war man, als man 1938 den Quastenflosser entdecke, der sich vor rund 70 Millionen Jahren aus dem Fossilbericht verabschiedet hatte. James Smith, der den 1938 vor Südafrika gefangenen Fisch als Quastenflosser erkannte, schrieb beispielsweise: „Ich wäre kaum erstaunter gewesen, wenn ich auf der Straße einem Dinosaurier begegnet wäre“. Horace Ship widmete dem Quastenflosser ein kleines Gedicht:
There lived a happy Coelacanth
In dim, primordial seas;
He ate and mated, hunted, slept,
Completely at his ease.
Dame Nature urged: "Evolve!"
He said: "Excuse me, Ma'am,
You get on with making Darwin,
I'm staying as I am."
The fishes changed their fishy shapes,
The reptiles stormed the land,
The algae turned to trees, the apes
To men, we understand.
The Coelacanth remained
A monster and a myth;
He said: "There's nothing to be gained
By my becoming Smith."
Der Fisch blieb in der öffentlichen Wahrnehmung tatsächlich "a monster and a myth". 1958 diente er beispielsweise als Aufhänger für einen der typischen Monster-Horrorfilme dieser Dekade: Monster on the Campus, auf deutsch Der Schrecken schleicht durch die Nacht. Dort haben die Zellen des Fisches, die der "Kraft der Evolution" trotzen konnten, auf andere Lebewesen eine rückbildende Wirkung.
Interessant dabei ist auch, dass fast alle diese "wiederauferstandenen" Lebewesen der jeweiligen einheimischen Bevölkerung schon lange gut bekannt waren, wie bereits der Vater Kryptozoologie, Bernard Heuvelmans, bemerkte. (Der Quastenflosser war beispielsweise als Speisefisch bekannt, während man seine Schuppen zum Schmiergeln verwendete) Interessant insofern, dass es auch heute noch Wesen gibt, die detailiert von Einheimischen beschrieben werden, jedoch noch nicht wissenschaftlich erfasst wurden, darunter auch spektakuläre Tiere wie der afrikanische "Mokele-mbembe". Wenn der Quastenflosser und andere den Kreide/Tertiär-Impact gut überstanden haben, warum dann nicht auch soetwas...
Donnerstag, 22. April 2010
Zillmer-Interviews
Hier mal Links zu zwei Interviews mit Hans-Joachim Zillmer auf alpenparlament.tv. Zillmer ist nicht unumstritten, trotzdem ist vieles von dem, was er sagt, ganz interessant. Dauer jeweils eine knappe Stunde.
Der Energie-Irrtum
Die Evolutionslüge
Der Energie-Irrtum
Die Evolutionslüge
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Paläontologie
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Begegnung am germanischen Meer
Ende August schrieb ich etwas zu Saurierspuren, die in Bernburg in Sachsen-Anhalt entdeckt wurden. Letzte Woche wurden sie nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Während viele Zeitschriften und Internetseiten von einem Sensationsfund berichten, der beweise, dass die Saurier gute 15 Millionen Jahre älter sind als bisher angenommen, scheint der Expertenstreit hinter den Kulissen weiter zu schwelen.
Gefunden wurden die bisher längsten und ältesten Spuren in Europa. "Darunter ist eine rund 25 Meter lange Fährte mit 34 Fuß- und Handabdrücken eines fünf bis sechs Meter langen und 800 Kilogramm schweren Dinosauriers", sagt Cajus Diedrich, Geologe und Paläontologe der Universität Osnabrück. Diedrich vermutet, dass sie von einer drei Meter langen, hochbeinigen Echse hinterlassen wurde, die einem Krokodil ähnelte. Diese Raubsaurierspur wird von einer Fährte eines elefantenfüßigen großen Dinos gekreuzt. Die freigelegte 40 mal 50 Meter große Muschelkalkfläche sei die weltweit größte Fläche aus der Mitteltrias. Durch wüstenartige Bedingungen habe sich das Kalkwatt des germanischen Beckens schnell verfestigt. Da in dem Tagebau auch Knochen von Fischen, Haien und Sauriern gefunden wurden, hofft Diedrich auch Skelletreste des Sauriers zu finden, der im Watt seine Spuren hinterließ.
Der Hallenser Paläontologe Hartmut Haubold hält dagegen und wandte sich an den SPIEGEL: "Ich habe den SPIEGEL selbst informiert, dass es sich bei diesem angeblichen Sensationsfund nur um Effekthascherei handelt." Und: "Diese Spuren sind nicht neuartig, wir kennen bereits vergleichbare. Die nun gesicherten Abdrücke stammen höchstwahrscheinlich von der längst bekannten Echse namens Chirotherium." Haubold weiter: "Das ist etwa so, als würde jemand einen 10 Millionen Jahre alten Stein finden und erklären, das wäre der erste von Menschenhand gemachte Faustkeil. Sensationsmache für eine wirtschaftlich problematische Gegend? Schtonk unter Paläontologen? Wer von beiden recht hat, wird sich hoffentlich bald zeigen. Die kritischen Reaktionen zeigen jedoch, wie stark und wie schnell neue Funde im Lichte etablierter Theorien und Vorstellungen bewertet oder auch abgewertet werden.
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Dinosaurier-Spuren aus Bernburg werden in Halle gezeigt
Dinosaurier sind älter als bislang angenommen
Gefunden wurden die bisher längsten und ältesten Spuren in Europa. "Darunter ist eine rund 25 Meter lange Fährte mit 34 Fuß- und Handabdrücken eines fünf bis sechs Meter langen und 800 Kilogramm schweren Dinosauriers", sagt Cajus Diedrich, Geologe und Paläontologe der Universität Osnabrück. Diedrich vermutet, dass sie von einer drei Meter langen, hochbeinigen Echse hinterlassen wurde, die einem Krokodil ähnelte. Diese Raubsaurierspur wird von einer Fährte eines elefantenfüßigen großen Dinos gekreuzt. Die freigelegte 40 mal 50 Meter große Muschelkalkfläche sei die weltweit größte Fläche aus der Mitteltrias. Durch wüstenartige Bedingungen habe sich das Kalkwatt des germanischen Beckens schnell verfestigt. Da in dem Tagebau auch Knochen von Fischen, Haien und Sauriern gefunden wurden, hofft Diedrich auch Skelletreste des Sauriers zu finden, der im Watt seine Spuren hinterließ.
Der Hallenser Paläontologe Hartmut Haubold hält dagegen und wandte sich an den SPIEGEL: "Ich habe den SPIEGEL selbst informiert, dass es sich bei diesem angeblichen Sensationsfund nur um Effekthascherei handelt." Und: "Diese Spuren sind nicht neuartig, wir kennen bereits vergleichbare. Die nun gesicherten Abdrücke stammen höchstwahrscheinlich von der längst bekannten Echse namens Chirotherium." Haubold weiter: "Das ist etwa so, als würde jemand einen 10 Millionen Jahre alten Stein finden und erklären, das wäre der erste von Menschenhand gemachte Faustkeil. Sensationsmache für eine wirtschaftlich problematische Gegend? Schtonk unter Paläontologen? Wer von beiden recht hat, wird sich hoffentlich bald zeigen. Die kritischen Reaktionen zeigen jedoch, wie stark und wie schnell neue Funde im Lichte etablierter Theorien und Vorstellungen bewertet oder auch abgewertet werden.
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Dinosaurier-Spuren aus Bernburg werden in Halle gezeigt
Dinosaurier sind älter als bislang angenommen
Sonntag, 24. August 2008
Top Secret: Saurier in Sachsen-Anhalt
Unweit meines Heimatstädtchen wurden in einem Tagebau bei Bernburg offenbar sensationelle Spuren von Dinosauriern aus der frühen Trias entdeckt. Mit einem Alter von knapp 250 Millionen Jahren wären es die bisher ältesten Nachweise der Saurier. Allerdings wurden sie bereits im Juni gefunden, aus "Sicherheitsgründen" jedoch bisher geheim gehalten. Die für Laien nicht sichtbaren Spuren wurden im Block nach Halle in das Landesamt für Archäologie gebracht. Landes-Archäologe Dr. Harald Meller hält sich bedeckt. Auf Anfrage der Mitteldeutschen Zeitung, ob auch versteinerte Knochen gefunden wurden, meint er: "Zu Knochen sage ich gar nichts."
Dementsprechend scheinen in der Fachwelt Zweifel am Alter der Funde zu bestehen. Nicht zuletzt, da Meller Archäologe ist, und bei aller Interdisziplinarität dürfen ja nur Biologen, Geologen, Paläontologen und in Ausnahmefällen noch Biologiehistoriker in Evolutionsfragen mitreden. BILD Halle zitiert den Paläontologen der Universität Halle, Prof. Dr. Hartmut Haubold: "Dinosaurier kennt man nicht vor der Ober-Trias, das ist 20 Millionen Jahre nach Bernburg. Alles andere ist und bleibt Wunschdenken." Und Kollege Dr. Helmut Heinisch meint - fast etwas kutschera-esk: "Herr Meller sollte bei seinen Leisten bleiben und die Saurierforschung den Geologen überlassen. Sonst finde ich zur Strafe noch zwei weitere Originale der Himmelsscheibe."
Mitte September soll der Fund der Öffentlichkeit präsentiert werden.
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SPIEGEL Online: "Älteste Spuren von Dinosauriern entdeckt"
Naumburger Tageblatt: "Debatte um Spur der Saurier"
Volksstimme: "Sensationsfund bei Bernburg: Saurierspuren im Tagebau"
BILD Halle: "Und die Experten streiten sich" (Donnerstag, 21. August)
Dementsprechend scheinen in der Fachwelt Zweifel am Alter der Funde zu bestehen. Nicht zuletzt, da Meller Archäologe ist, und bei aller Interdisziplinarität dürfen ja nur Biologen, Geologen, Paläontologen und in Ausnahmefällen noch Biologiehistoriker in Evolutionsfragen mitreden. BILD Halle zitiert den Paläontologen der Universität Halle, Prof. Dr. Hartmut Haubold: "Dinosaurier kennt man nicht vor der Ober-Trias, das ist 20 Millionen Jahre nach Bernburg. Alles andere ist und bleibt Wunschdenken." Und Kollege Dr. Helmut Heinisch meint - fast etwas kutschera-esk: "Herr Meller sollte bei seinen Leisten bleiben und die Saurierforschung den Geologen überlassen. Sonst finde ich zur Strafe noch zwei weitere Originale der Himmelsscheibe."
Mitte September soll der Fund der Öffentlichkeit präsentiert werden.
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SPIEGEL Online: "Älteste Spuren von Dinosauriern entdeckt"
Naumburger Tageblatt: "Debatte um Spur der Saurier"
Volksstimme: "Sensationsfund bei Bernburg: Saurierspuren im Tagebau"
BILD Halle: "Und die Experten streiten sich" (Donnerstag, 21. August)
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