Samstag, 23. Mai 2009

Kaffeefahrt für Atheisten

Aus der Kampagne, unseren Männertag zum "Evolutionstag" umzufunktionieren, scheint zumindest für dieses Jahr nix geworden zu sein. Und was ist eigentlich mit dem Bestreben, das Plakatieren von öffentlichen Verkehrsmitteln mit atheistischen Slogans, das in London Anfang dieses Jahres stattfand, für Deutschland zu kopieren? Auch das scheint mehr oder weniger im Sande verlaufen zu sein. Offenbar hagelte es peu à peu Absagen für alle größeren deutschen Städte. Essen hatte Bedenken wegen massiver Beschwerden einzelner Kunden. Berlin, Leipzig, Hamburg, Regensburg und Stuttgart lehnen allgemein Werbung mit weltanschaulichem Inhalt ab. Und auch alle anderen Städte fanden gute Gründe.

Nun ist man traurig. Auf Buskampagne.de heißt es: "Doch im scheinbar säkularen, aufgeklärten Deutschland bekamen wir Probleme: 17 verschiedene Verkehrsbetriebe verwahrten sich gegen unsere Werbung – während dort für Religionen oder Bordells am laufenden Meter geworben wird." Ich habe zwar einige Jahre in Berlin gelebt und dort kein einziges Mal Werbung für ein Bordell in einem öffentlichen Verkehrsmittel gesehen, aber wer weiß, wie das woanders aussieht. Und weiter: "Religionen sind durch ein Antidiskriminierungsgesetz geschützt, ob dies auch für unsere Weltanschauung gilt muss nun ein langwieriges Musterverfahren klären." Lobenswert, dass die Initiatoren der Buskampagne ihre Weltanschauung wenigstens auch als solche bezeichnen, manche Atheisten scheuen sich auch davor und verwenden lieber Begriffe wie "Sparsamkeitsprinzip" und ähnliches. (Gut, mit einem "Sparsamkeitsprinzip" lässt sich wohl auch schlecht Gleichstellung mit Religionen fordern. Wobei das in Zeiten von Finanzkrisen auch keine schlechte Werbestrategie wäre - "Sparen Sie nicht nur beim Einkaufen, sondern auch bei Ihrer Weltanschauung")

Und statt provakativer Bus-Slogans à la London gibts nun wenigstens einen Bus, der die frohe Botschaft quer durch Deutschland trägt - damit sich die Atheisten in der deutschen Theokratie nicht so allein und unterdrückt fühlen...
____________________________________

TP: Buskampagne wird zur Bustour

Mittwoch, 13. Mai 2009

Schweinegrippe-Virus eine "Laboratory Creation"?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO prüft eine Aussage des australischen Wissenschaftlers Adrian Gibbs, der an der Entwicklung des Medikaments Tamiflu® beteiligt war, wonach das Schweinegrippe-Virus, das derzeit für Schlagzeilen sorgt, auf einen menschlichen Fehler zurückgehen und aus wissenschaftlichen Laboratorien entwichen sein könnte. Gibbs äußerte die Vermutung gestern in einem TV-Interview.

Swine Flu A Laboratory Creation Let Wild? World Health Organization Launches Serious Investigation After Roche TamifluScientist Report

Sonntag, 26. April 2009

23 Jahre später

Heute vor 23 Jahren ereignete sich die katastrophale Kernschmelze im Atomkraftwerk Tschernobyl, eine der größten Umweltkatastrophen überhaupt. Die westliche Welt erfuhr allerdings erst zwei Tage später von dem GAU. Es ist eines der geschichtlichen Ereignisse, an die
ich mich selbst erinnern kann - sowohl an die Meldung im Radio als auch an den ersten Regen danach, den man nach Umständen nicht im Freien verbringen sollte. (Ich weiß noch, dass ich als Einziger auf dem Spielplatz blieb, um zu sehen, was passiert, und dann enttäuscht war, dass es sich wie ganz normaler Regen anfühlte...)

Aus evolutionsbiologischer Perspektive sind die Katastrophe und ihre Spätfolgen ebenfalls nicht uninteressant. Immerhin ist Mutation nach klassisch-darwinscher Sichtweise eine Hauptursache für die Veränderung von Arten, und eben diese ist durch die radioaktive Strahlung in den kontaminierten Gebieten verstärkt. So stellte ein Team von Wissenschaftlern im Jahr 2000 beispielsweise eine sechsfach erhöhte Mutationsrate bei Weizenpflanzen fest (siehe hier). Obwohl mittlerweile Bären und Wölfe das Gebiet zurückerobert haben und sich Flora und Fauna offenbar in einem gewissen Rahmen an die verseuchte Umwelt anpassen - so entdeckte man 2003 beispielsweise eine verstärkte Methylierung bei Kiefern - leidet die Natur unter der erhöhten Strahlung. So ergab jüngst eine "Volkszählung" verschiedener Insektenarten eine anhaltende Dezimierung in der Umgebung des Kernkraftwerkes.

Anders Pape Møller von der Universität Paris-Süd und Timothy Mousseau von der Universität von South Carolina (USA) zählten Hummeln, Schmetterlinge, Libellen und Grashüpfer sowie die Spinnennetze in der Gegend um den Reaktor. Ihre Studie ergab, dass die Zahl dieser wirbellosen Tiere in Abhängigkeit zur Strahlung vermindert ist. Eine frühere Studie der Wissenschaftler zeigte bereits eine Beeinträchtigung von Vögeln.

Die Geisterstadt Pripyat, ehemals Heimat für fast 50.000 Menschen
__________________________________

Bildquellen: Der Sonntag, pripyat.com

Freitag, 17. April 2009

Menschen, Meme und Maschinen

Kürzlich bin ich auf einen sehr interessanten Text von Susan Blackmore gestoßen, kopiert und vervielfältigt von spiegel-online. Grundaussage des Artikel kurz zusammengefasst: Nachdem Replikatoren erster Ordnung – sprich Gene – Lebewesen hervorgebracht haben (woher diese Replikatoren kamen, klammern wir mal aus), irgendwann dann „aufrecht gehende Affen“ Replikatoren von sogenannten Memen wurden, die sie entwickelten (wobei man wohl eher sagen sollte, die Natur habe die Meme entwickelt, bzw. die Meme haben sich selbst entwickelt, und wir glauben in unserer maßlosen Arroganz nur, sie selbst entwickelt zu haben), benutzen uns zunehmend sogenannte Teme oder Treme – Informationseinheiten technischer Natur – als Replikatoren und bereiten die Ablösung biologischer durch technische Replikatoren vor. (Natürlich nicht bewusst, denn sie sind ja blind und egoistisch und so.)

Beim Lesen stellten sich mir mehrere Fragen. Zum einen: Ist die Gleichsetzung von Genen und ihren Informationen mit Ideen, Liedern, Glaubenssätzen, Geschichten, etc., die Dawkins´ Mem-Konzept zugrunde liegt, nicht gerade das, was Egel-Forscher Kutschera kritisiert? Nämlich die Gleichsetzung menschlicher „Geistes-Produktionen“ mit „realen Phänomenen“ wie Butterbrote und Straßenbesen durch „Verbalwissenschaftler“? Wenn also schon die These von Memen verdächtig verbalwissenschaftlich daherkommt, um wie viel mehr gilt das dann für eine darauf aufbauende These von sogenannten Temen oder Tremen? Zum anderen weisen einige Evolutionsvertreter gern darauf hin, dass genetische Information grundsätzlich nicht von Menschen erzeugten Informationen wie Sprache verglichen werden kann. Memetik geht nun seltsamerweise gerade davon aus, dass sie im Grunde sehr ähnlich und in Bezug auf ihre Gesetzmäßigkeiten praktisch 1:1 verglichen werden können. (Rückwirkend könnte man dann ja sogar aus der Gesetzmäßigkeit, dass memetische Information nur durch Intelligenz erzeugt werden kann, darauf schließen, dass das auch für genetische Information gelten müsse.)

Interessant auch wie immer die Analyse der Ausdrucksweise des Textes. Schon im Einleitungstext heißt es: "Die Evolutionstheoretikerin Susan Blackmore glaubt, dass wir mit Computern und Internet eine neue Evolution in Gang gesetzt haben, die wir eines Tages bereuen könnten." Und auch sie selbst schreibt: "Haben wir ungewollt einen dritten Replikator freigesetzt, der auf menschlichen Memen huckepack reitet? Ich glaube ja." Sie glaubt also. Was sie allerdings nicht davon abhält, über Errungenschaften der Zivilisation wie Buchdruck und Computer erstaunlich objektiv zu urteilen: Normalerweise wird dieser Vorgang als Errungenschaft des menschlichen Erfindergeistes gesehen, aus dem wunderbare Technologien hervorgehen, die dem Wohl der Menschheit dienen, und bei dem wir die Kontrolle haben. Das ist eine erschreckend anthropozentrische Sichtweise dessen, was da vor sich geht.

Wie anthropozentrisch und arrogant wir mal wieder sind… Maßen uns doch tatsächlich an, menschliche Erfindungen als Produkt menschlichen Erfindergeistes zu sehen, und nicht als Vehikel möglicher Meme oder Teme (bzw. Treme (oder vielleicht Tic, Tric oder Trac?)). Da geschieht es uns wohl beinahe recht, dass uns Terminatoren bald bekriegen und uns die Matrix versklavt.

Montag, 23. März 2009

Mutation ist mein Geschäft, Liebling

Wie erwartet treibt der Boulevard-Darwinismus in diesem Jahr sonderbare Stilblüten. Ein schönes Beispiel lieferte die Süddeutsche kürzlich. Unter der Überschrift "Polonaise statt Sex" heißt es:

"Evolution sei doch "bloß eine Theorie" und nicht bewiesen, behaupten noch immer viele Skeptiker."


Ah ja... Bei solch tollen Einleitungen sieht man förmlich Helmut Markwort vor sich, wie er sich das dichte Haar rauft und "Fakten! Fakten! Fakten!" ruft. Wer genau behauptet was genau, wann, wie, wo und warum, und welche Quelle belegt das? Eigentlich Grundschule für Journalisten, aber beim Hassthema Kreationismus werden offenbar immer wieder die einfachsten Grundregeln seriöser Berichterstattung vergessen.

Das supertolle Beispiel für "Die Evolution", das unseren nebulösen Skeptikern nun die Sprache verschlagen soll, ist ein Experiment an Fruchtfliegen, bei dem der Experimentator nur diejenigen Fliegen überleben ließ, die sich bei der Futtersuche schlauer anstellten. Und siehe da, Abrakadabra, nach zwei dutzend Generationen waren die Fliegen schlauer. Aber natürlich funktioniere das in der freien Wildbahn nicht so, denn da gibt es ja keinen Mann im weißen Kittel, der die Selektion vornimmt.

So weit, so spektakulär. Mein absoluter Lieblingssatz ist jedoch folgender:

Die Fruchtfliege Drosophila melanogaster könnte darüber nur verwundert ihr mit Antennen bewehrtes Haupt schütteln. Für das winzige Insekt ist Evolution das Alltagsgeschäft im Dienste der Wissenschaft.


Genau. Fliegen würden Darwin lesen. Tatsächlich wurden in über hundert Jahren Milliarden dieser Insekten verstümmelt und zerschossen, und das mit fragwürdigem Erfolg. Ob die Fliege tatsächlich ihre Antennen (oder was sie sonst noch alles am Kopf hat) über diejenigen schütteln würde, die (Makro)-Evolution anzweifeln? Auf jeden Fall eine hübsche Idee für ein T-Shirt-Logo, oder ähnliches:


Freitag, 13. März 2009

Nun doch: Überschwappen britischer Verhältnisse!

Wie bereits befürchtet, sind die fragwürdigen Aktionen britischer Atheisten nun auch zu uns nach Deutschland herübergeschwappt!

grenz|wissenschaft-aktuell schreibt:

In ihrer Erklärung auf der extra eingerichteten Homepage "Buskampagne.de" erläutert die Interessengemeinschaft aus der (unter Berufung auf den Humanismus auftretenden) Giordano Bruno Stiftung, dem deutschen Ableger der Naturalisten-Vereinigung "The Brights" (zu deutsch: "Die Gescheiten" - von dieser Übersetzung des ursprünglichen englischen Adjektivs "bright", distanzieren sich allerdings die deutschen "Brights" und verweisen darauf, dass der Namen "Brights" lediglich als "Eigenbegriff, der allenfalls mit 'Naturalist' zu übersetzen ist." [sic!]) und dem Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten e. V. (IBKA), dass "auch hierzulande säkulare Menschen mittlerweile genug davon [haben], ständig 'übersehen' oder missachtet zu werden. Als Anfang sollen in drei Städten (Berlin, Köln und München) Busse beschriftet werden, die öffentlich bekunden, dass eine nicht-religiöse, aufgeklärte Weltsicht eine positive Möglichkeit darstellt. Nicht-Religiöse, Agnostiker und
Atheisten sollen wahrnehmen können, dass sie nicht alleine sind.

Während die Umbenennung von Feiertagen damit begründet wird, dass die Gläubigen in der Minderzahl sind, wird das teure Plakatieren von Bussen damit begründet, dass die Ungläubigen in der Minderzahl sind. Ah ja... Da fragt man sich: Wer stellt denn nun eigentlich die Mehrheit dar?

In Zeiten von Wirtschafts- und Finanzkrisen ist es auch interessant, wofür der gebeutelte Bürger sein Geld spenden soll (und vermutlich auch wird).

Eine ebenfalls sehr interessante Meldung auf grenz|wissenschaft-aktuell weist auf einen Gesetzesvorschlag hin, "der es sowohl Gläubigen wie auch Atheisten ermöglichen soll, erfolgreich gegen das Aufstellen von Glaubenssymbolen aber auch gegen blasphemische Symbolik im öffentlichen Raum und Gebäuden zu klagen".

Werden Gruppen wie die "brights" dieses Gesetz nutzen, um gegen quasi-christliche Symbolik wie nachfolgende im öffentlichen Raum vorzugehen?


Mittwoch, 11. März 2009

Gehirne im Drei-Viertel-Takt

Beim Durchblättern einer älteren Ausgabe von bild der wissenschaft (3/2008) fiel mir wieder einmal besonders der Leserbrief-Bereich auf. Reaktionen auf den Artikel "Zeit ist nur eine Illusion" in Heft 1/2008. Sechs Meinungen zu diesem elementaren und - möchte man meinen - polarisierenden Thema. Aber alle sechs teilen einhellig die Schlußfolgerung der Titelgeschichte: Zeit ist nur eine Illusion. Hat die Zeitschrift die gegenteiligen Meinungen nicht abgedruckt oder gab es gar keine?

Einer bringt Kant ins Spiel, ein anderer Kassandra, der nächste führt Verschränkung in der Teilchenphysik als Beweis an, auch ein Modell zur speziellen Form des zeitlosen Block-Universums wird vorgetragen. Schade eigentlich. Immerhin steht einiges auf dem Spiel. Ist die Zukunft bereits geschrieben, wie ein Film, der nur noch durch den Projektor rattert, sind wir sozusagen nur die 'new kids in the block', kann man sich wohl getrost von Gedanken wie Entscheidungsfreiheit, Moral, Verantwortung und Co. verabschieden. Warum sich dann beispielsweise noch für die Umwelt stark machen? Das Schicksal der Umwelt steht doch bereits seit jeher fest.

Yes, we can? No, we can´t...

Dienstag, 10. März 2009

Lyrische Versuche, Vol. 1

Neben meiner Bloggertätigkeit schreibe ich unter anderem hin und wieder auch Gedichte. Hier mal eins davon, dass sogar mehr oder weniger in die Thematik des Blogs passt, und durch Fotos diverser Prominenter inspiriert wurde:


Ein Schoßhündchen beschwert sich

Du kraulst meinen Nacken,
Bindest Schleifchen ins Haar.
Strickst mir rosa Jacken.
Bin dein Accessoire.

Dein hohles Getue, deine Langweiligkeit,
Es färbt auf mich ab und ich gähne.
Und ich denke zurück an vergangene Zeit,
Nach der ich mich jetzt so sehr sehne...

Die Steppe war unser, die Wälder, die Erde!
Ein Revier bis zum Horizont!
Zu groß war uns keine Herde,
Wir liebten den vollen Mond!

Ich pflegte Wolf zu sein, zu jagen,
Zu heulen aus voller Kehle!
Und Wildheit stolz im Herzen zu tragen,
Unzähmbarkeit in der Seele...

Doch außer dem Heulen blieb gar nichts zurück.
Heut´ heule ich heimlich, und auch bei Tage.
Wegen dir, deinem dummdreisten Blick,
Den ich schon lang nicht mehr ertrage.

Ihr habt mich gezüchtet, meine Gene verbogen.
Habt vergewaltigt meine Natur.
Entwicklung nennt ihr das jetzt verlogen.
Ich nenne es anders: Karikatur!

Mein Fell ist gekämmt, meine Zähne zu stumpf.
Mein Kläffen zu hoch, vier ganze Oktaven.
Die Beine zu kurz, baumeln sinnlos am Rumpf
Lab mich an Pralinen statt an Schafen...

Statt Wolf bin ich Wicht,
Zick herum wie ein Nager.
Andere Hunde, sie grüßen mich nicht.
Denken: Welch ein Versager!

Du fütterst mich, doch kennst nicht meinen Schmerz.
Ich vegetiere, zähl´ nicht mehr die Tage.
Ich fresse apathisch, sprech zu meinem Herz:
Kapitulier doch, und nicht mehr schlage!

Donnerstag, 5. März 2009

Es geht auch anders

Nachdem Religionskritiker in den ersten Monaten des Darwin-Jahres eher durch sinnfreien Aktionismus wie teure Plakatkampagnen oder Pläne zum Umfunktionieren von Feiertagen aufgefallen sind, vernimmt man hin und wieder auch vernünftige Stimmen. Wie beispielsweise die auf der Seite des humanistischen Pressedienstes veröffentlichten Thesen für eine aufgeklärte Religionskritik von Armin Pfahl-Traughber, der sich von schlichter Schwarz-weiß-Malerei à la Dawkins und Hitchens distanziert.

Auszug:

1. Eine Auffassung, die Religion lediglich als „Gotteswahn" (Richard Dawkins) versteht oder meint, sie „vergiftet alles" (Christopher Hitchens), kann nicht deren soziale Bedeutung als Erkenntnis-, Identitäts-, Integrations- oder Orientierungsfaktor begreifen und fällt hinter den Stand der Religionskritik von Feuerbach, Marx, Darwin und Freud zurück.

2. Die Annahme, „eine Welt ... in der es keine Religion gibt", kenne „keinen Krieg zwischen Israelis und Palästinensern ... keine ‚Probleme' in Nordirland" (Richard Dawkins), ignoriert, dass Religion nicht für alles Elend und Übel der Welt verantwortlich ist und häufig lediglich als ideologischer Deckmantel für anders motivierte Konflikte dient.

[...]

5. Der Umgang von Atheisten mit Religiösen sollte von den Prinzipien des Kantschen Kategorischen Imperativs* geprägt sein, oder: „Wenn Atheisten nicht von Theisten mit negativen Vorurteilen konfrontiert werden möchten, dann dürfen sie das auch nicht bei Theisten machen" (Michael Shermer).

12. Die bedeutenden Konfliktlinien verlaufen heute nicht zwischen Atheisten und Gläubigen, sondern zwischen Demokraten und Extremisten, Menschenrechtlern und Unterdrückern - was eine Kooperation von atheistischen und religiösen Demokraten gegen Fanatiker der unterschiedlichsten Richtungen möglich und notwendig macht.


Na dann: spread the message! ;)
_________________________

* In der Bibel übrigens schon einige Jahrtausende vor Kant formuliert.

Mittwoch, 4. März 2009

pretty in pink

Schlecht für ihr Image? Im Lake Calcasieu in Louisiana wurde ein rosafarbener Albino-Delfin gesichtet. Während rosa Delfine nicht extrem selten sind und beispielsweise im Amazonas vorkommen, ist dieses Exemplar der erste bekannte Albin in der Gattung "Großer Tümmler". Zudem ist das Pink intensiver als bei anderen Albino-Delfinen.



Erst 2003 starb im Zoo von Barcelona der einzige bekannte Albino-Gorilla Snowflake.
_________________________________

Wenn Delfine Rosa tragen